Was unterscheidet die Teepflanzensorten?

Was unterscheidet die Teepflanzensorten?

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Blühende Camelia Sinensis
 

Die Teepflanze Camelia Sinensis ( China-Teestrauch ) mit über 300 Unterarten und Hybridsorten und Camelia Assamica ( Assam-Teestrauch ) bilden die Grundlage einer großen Teesortenvielfalt.

Es ist entscheidend für Qualität und Geschmack des Tees, auf welchem Boden und in welchem Klima ein Teestrauch kultiviert wird. So können zwei Pflanzen gleicher Abstammung zwei Tees ganz unterschiedlicher Qualität liefern.

Einige Arten der Camelia Sinensis sind so gezüchtet, dass sie besonders kleine, feine Blätter entwickeln (z.B. Buddhist Tea), andere beeindrucken durch besonders lange, schmale Blattknospen mit starker Flaumbehaarung (z.B. Mao Feng). Wieder andere zeigen großflächige, kräftige Blätter, die für die Verarbeitung zu Oolong Tees benötigt werden.

Der Tee aus der Camelia Sinensis-Pflanze ist eher mild bis zart. Camelia Assamica hingegen zeigt in all ihren Unterarten große, ledrige Blätter, die für den mehrstufigen Fermentations-Prozess eines Schwarztees besser geeignet sind, und ist vom Geschmack her eher kräftig.

Grundsätzlich ist der Sinensis –Strauch für gemäßigtes, kühleres Klima geeignet, das durch Jahreszeiten geprägt ist. Lässt man die Pflanze wild wachsen, erreicht sie eine Höhe von 5 – 6 Metern, bei buschigem Wuchs.

Aufgrund des jahreszeitlich geprägten Wuchses gibt es die Bezeichnung »first flush« für Tees der ersten Pflückung im Frühjahr. Sie zeichnen sich durch besonders feine Qualität und volles, nachhaltiges Aroma aus. Die Teeblätter sind zart und viele Knospen prägen das Erscheinungsbild (z.B. chinesischer Grün-Tees).

Japanische Tees der Ichi Bancha (der ersten Pflückung) sind die hochwertigsten und schönsten, die ein jap. Tee-Bauer produzieren kann. Sie sind dunkelgrün, nadelig, glatt und glänzend. Der Haupt-Pflückung im Frühling folgen zwei bis drei weitere Pflückungen, die jedoch weniger hochwertige Tees hervorbringen.

Die Blätter des Assam-Teestrauches können hingegen das ganze Jahr über geerntet werden, da er tropisches Klima benötigt um zu gedeihen. In diesem relativ gleichbleibenden, sehr warmen Klima treiben die Teepflanzen das ganze Jahr hindurch neue Blätter. Nur die Regenzeit, die für die Tropen charakteristisch ist, kann die Qualität der zu dieser Zeit gepflückten Tees negativ beeinflussen. Wildwachsend erreicht der Assam-Strauch eine Höhe von 12 – 15 Metern. Seine ausgebildeten Blätter erreichen eine Länge von 9 – 12 cm.

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